Donnerstag, 10. Januar 2013

palawan (er)leben(d)..




Erstens:die nägel sind nicht mehr rosa (sorry ;)
Zweitens: werden sie wohl auchnie wieder
Drittens: seid also dankbar, dass ich Euch habe teilhaben lassen…
;-P

SMS hoch zehn und Abenteuer

Irgendwo habe ich gelesen, dass die Philippinos pro Tag in etwa so viele SMS schreiben, wie ganz Europa zusammen. Ich fand dieses Statement ein bisschen übertrieben. Aber inzwischen .. sagen wir „ich glaube jetzt dran“.. Und hier das warum:

Am dritten Januar erhielten wir die Bestätigung, dass unsere Bangka gen El Nido am nächsten morgen um ZWEI abfahren würde. Definitiv. Aber nein, sie könnten uns noch nicht sagen, von wo aus, denn das wüssten sie auch noch nicht. Aber ein Tricycle würde uns vor dem Hotel abholen. Für die letzte Nacht hatten wir (wegen ausgebucht) das Hotel wechseln müssen. Ergo gab ich den Damen nochmal Bescheid, damit das Tricycle auch wüsste, wo es uns holen muss.
Morgens um halb 3 bekamen wir eine SMS: „Hello are you ready to pick up?“ Und damit wir diese SMS auch bestimmt bekommen, wurde sie gleich zweimal abgeschickt.
Ich antwortete mit <>.
Etwa eine Minute nach der ersten SMS kam folgender Satz: „What is your room no?”
Antwort: <>
 “The tricycle drvr is there to pick up now” eineinhalb Minuten spatter
“U r 114 right” eine halbe Minute später. (114 war unsere Zimmer nummer im Seadive Hotel. Unser neues Hotel hatte nur Nummern von eins bis 16.)
Halb drei Uhr morgens schicken sie derartige Fragen einem Morgenmuffel, der am vergangenen Tag extra nochmal darauf hingewiesen hatte, dass wir das Hotel wechseln mussten. Ich also nochmal geantwortet (gaaaaaaaaaanz ruhig!), dass wir im anderen Hotel seien..
„Cn u go out, bcuse in sea dve is 4 pass.“
<>
“Mam are u in seadve, reply quickly”
“ok” 
Morgenmuffel schon nicht mehr ganz so ruhig.<< NEIN! Haben wir doch gesagt. Wir sind im L&M.>>
Inzwischen waren wir draussen, hatten zwei weitere Touris gefunden, die auch auf das Tricycle warteten und waren, weil die Strassen absolut leer waren bei uns, zum Seadive gelaufen.
Nächste SMS, ein paar Minuten Pause davor: “ok”
Eine Minute später: “The tricycle is coming..”
Es hätte nicht viel gefehlt und ich hätte „F*** you“ geschrieben. Aber das wäre schlechtes Karma. Vor allem so früh am Morgen. Und am Anfang des Jahres möchte man sich ja nicht gleich alles verbauen. Also keine Antwort geschickt und mir gedacht, dass die Philippinos eben einfach gerne texten. Lieber zu viel als zu wenig. So ganz anders als wir. Da ruft man doch lieber kurz an. Also bei uns. Hier eben nicht.

Das mit der „Fähre“ war ja sowieso noch sowas. Mitten in der Nacht los fahren. Von irgendeinem Pier. Das heisst übersetzt, dass die Coastguard es nicht erlauben würde. Wegen der Sturmwarnung, oder weil das verwendete Boot keine Zulassung zum Fährenfahren hat. Aber wir wollten ja rüber und eine Stornierung hätte uns ans Ende der Warteliste gesetzt und somit wahrscheinlich noch mindestens zwei bis drei Tage in Coron festgehalten. Also hatten wir am Abend vorher noch jenste Wetterseiten konsultiert. Wegen Wind und Wellenhöhe und überhaupt.

Am Ende war die Überfahrt nicht ganz trocken, das Mittagessen wurde wegen Wellengang kommentarlos (ist hier so üblich) gestrichen und wir wurden, nach unseren etwa sieben Stunden Fahrt, nicht in El Nido, sondern an einem kleinen, kaum besiedelten Strand gebeten auszusteigen. Ääääääääääääääääääh??? .. Als wir uns umdrehten war das Boot bereits weg. NA BRAVO. Irgendwer verfrachtete uns in einen AirConVan, in dem wir nie alle Platz gehabt hätten, wenn nicht drei Passagiere nicht aufgetaucht wären. Der Van war im Vergleich zu den Minibussen in Afrika ein äusserst komfortables Gefährt und während wir so über die Strassen hoppelten, wurde uns klar, dass vor El Nido sicherlich auch Coastguards unterwegs sind und man denen ja nicht in die Arme schwimmen darf. Daher wohl der einsame Strand. Schade einfach mal wieder, dass es kommentarlos von statten ging, sonst wäre es schliesslich aber auch zu einfach für uns gewesen. Wo bliebe denn da das Abenteuer?

Später erfuhren wir dann von anderen Touristen, deren Boot 4 Stunden vor unserem Strand warten musste, weil die coastguard bei ihrer Ankunft an eben jenem Strand Wache schob. In diesem Sinne hatten wir noch richtig Glück gehabt, denn das Boot, das man hier zuweilen Fähre nennt, sah in diesem spezifischen Fall in etwa so aus:




Man muss der ganzen Aktion aber immerhin etwas zu Gute halten: Zum einen, sind wir am Ziel angekommen und zum Anderen.. habe ich das erste Mal auf den Philippinen GEFROREN! Ich hätte nicht erwartet, dass ich auf den Philippinen mal frieren würde. Abenteuer eben - hat ja schliesslich auch etwas mit Erwartungen zu tun.. ;o)

EL NIDO – die Touristadt

Ein hübsches Fleckchen Erde am oberen Rand von Palawan. Das erste, was uns hier auffiel: Weisse. GANZ GANZ VIELE  W E I S S E!!
Ein Touristendorf wie es im Buche steht. Den Strand machen Bars und Cottages aus. Dann kommt die Strasse und hintendran noch mehr Unterkünfte, Tauchshops, Massagesalons, Touragenturen und Restaurants. Wir waren etwas überfordert. Auf Mindoro gab es relativ wenig Touristen. Coron war schon mehr Touristenstadt, aber El Nido besteht quasi nur für Touristen. Wir blieben dennoch fünf Nächte. Kletterten in dieser Zeit auf einen Berg, lasen Bücher, dinierten in verschiedensten Restaurants, suchten Muesli zum Frühstück, fanden jedoch nur Cornflakes, freuten uns über normalen Coffee (mal-nicht-instant, sondern brewed – also bodum-style) und genossen die Aussicht aus dem Baumhaus unseres Cottages.



Ausserdem liehen wir uns ein Kayak aus, dass Dani an einem einsamen Strand zu einer halben Bangka ausbaute. (Was unsere Landlady nicht unbedingt freute. Alle anderen die uns damit sahen, fanden es aber ziemlich cool! – und ich auch ;o)



Und, weil das auf den Philippinen eben auch einmal seien muss, besuchten wir einen Hahnenkampf und verloren 4 Euro. (zuerst hatten wir gewonnen, dann wieder verloren, dann wieder gewonnen und dann zweimal hinter einander verloren. Macht 200 Pesos, oder eben vier Euro.)


TayTay

Irgendwann muss man weiter und so sind wir heute in TayTay angekommen. Etwa eineinhalb Autostunden von El Nido entfernt. Mit wenig Touristen, einem alten spanischen Fort und dem grössten Süsswassersee der Insel. Wir machen ergo heute erstmal so gut wie gar nichts und uns morgen dafür dann Sorgen, wie wir ohne philippinisches Bargeld (easy, wir haben noch Dollar) nach Puerto Princessa kommen – dem scheinbar einzigen Ort mit internationalem ATM. Auch genannt Geldmaschine.. ;o) Morgen dann. Heute schöne Aussicht, Blog, Buch und ENJOY. 







Die Verkehrsmittel werden übrigens immer schlechter.... ;)

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